Neue Vorstandsmitglieder

Der SGK-Vorstand ist seit der Mitgliederversammlung 2018 im Naturmuseum St. Gallen neu zusammengesetzt. Die drei «Neuen» Anita Bertiller, Francis Baca und Mark Wigley stellen sich gleich selber vor. Sie ersetzen die langjährigen Vorstandsmitglieder Philipp Marty, Martin Urech und Stefan Räber, die gewürdigt wurden. Weiter im Vorstand sind Thomas Schulz (Präsident), Susanne Bleisch und Madlena Cavelti.

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Vorstand, von links: Madlena Cavelti, Anita Bertiller (neu), Susanne Bleisch, Mark Wigley (neu), Francis Baca (neu), Thomas Schulz.

Anita Bertiller

Anita Bertiller absolvierte von 1998 bis 2002 eine Kartografielehre bei swisstopo. Im Anschluss studierte sie Geomatik an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Seit 2006 arbeitet sie bei Sigmaplan, einem Planungsbüro in Bern im Bereich Geoinformatik. Anita übernimmt im SGK-Vorstand das Amt der Kassierin.

Was bedeuten Karten für mich und wo brauche ich sie im Alltag persönlich?
Anita: «Als Jugendliche war ich viele Jahre in der Pfadi. Bei der Vorbereitung und Durchführung von Übungen und Lagern waren topografische Karten nicht wegzudenken. Und bei einem aktuellen Hobby, dem Geocachen, sind sie bei mir heute noch regelmässig im Einsatz. Allerdings nun in digitaler Form. Viele Kartografie-Interessierte sehen Karten als kleine Kunstwerke. Mir ging es da immer etwas anders. Auch wenn ich schöne Karten zu schätzen weiss, so sind sie für mich in erster Linie Gebrauchsgegenstände, die Informationen klar und einfach interpretierbar weitergeben sollen.»

Was ist die Motivation im SGK-Vorstand mitzuarbeiten?
Anita: «Seit vielen Jahren arbeite ich in der Geoinformatik, die Kartografie hat in meinem Berufsalltag an Bedeutung verloren. Das Interesse an meinem ursprünglich erlernten Beruf ist aber weiterhin gross und ich möchte den Kontakt zu den Kollegen nicht verlieren.»

Francis Baca

Nach Abschluss der klassischen Kartografielehre (1993) bei «Orell Füssli» durfte ich bei «Kümmerly+Frey» sogleich den Wechsel von der analogen zur digitalen Kartografie hautnah erfahren. Danach erfolgte ein mehrjähriger Aufenthalt in Peru mit spannenden Erlebnissen in der Kartenproduktion beim Verlag «Lima 2000», bevor ich zur Jahrtausendwende zurück in der Schweiz in die Beratung, Dienstleistung, Verkauf und Wartung von GIS-Software wechselte. Seit 2010 arbeite ich bei swisstopo im Prozess Technik und Innovation im Bereich Kartografie; in der Pflege, Automatisierung, Optimierung und Support der Herstellungsprozesse von Landeskartendaten.

Was bedeuten Karten für mich und wo brauche ich sie im Alltag persönlich?
Francis: «Karten sind für mich ‹Gehirn-› Virtual Reality – eine Erfahrung, seit ich als 5-jähriger ganze Stadtpläne für meine Spielzeugautos zeichnete und Atlanten regelrecht ‹verschlungen› habe. Heute nutze ich vor allem digitale Karten zur Planung und Orientierung.»

Was ist die Motivation im SGK-Vorstand mitzuarbeiten?
Francis: «Für die Förderung und Gestaltung der Kartografie im sich wandelnden modernen Umfeld finde ich es wichtig, dass die SGK weiterhin als kompetente Plattform wahrgenommen wird und breit gestützt wird. Ich habe mich als Vorstandsmitglied der SGK zur Verfügung gestellt, da ich gerne meinen Teil dazu beitragen möchte, damit das weiterhin so bleibt. Gleichzeitig erhoffe ich mir einen vielfältigen fachlichen Austausch mit spannenden Personen aus der Gesellschaft und angrenzenden Fachgebieten.»

Mark Wigley

1963 in England geboren, studierte ich dort Geografie und Kartografie. Ich arbeitete fünf Jahre in einer privaten Firma ESR, wo ich an kleinmassstabmässigen kartografischen Projekten und – zusammen mit der Automobile Association AA – am ersten digitalen Strassenatlas in Grossbritannien arbeitete. 1990 zog ich in die Schweiz und arbeitete zuerst für Kümmerly + Frey in der konventionellen Kartografie. Kurz danach wechselte ich zur Computer-Abteilung Rascon und 1996 als Projektmanager für die neuen Swiss- und Euro-Digimaps zu Hallwag. Dort war ich zuerst für die Umwandlung der konventionellen Daten in digitale Karten und die Schaffung eines europaweiten digitalen blattschnittlosen Datenbestandes verantwortlich, dann Abteilungsleiter der Kartografie.

Was bedeuten Karten für mich und wo brauche ich sie im Alltag persönlich?
Mark: «Als Experte für Kartografie bei Esri bin ich in der glücklichen Lage täglich mit Karten aller Art zu arbeiten. Ich brauche sie auch gerne im Alltag und um meine Reisen zu planen, dabei machen mir die länderspezifischen Variationen der Kartografie besonders Freude.»

Was ist die Motivation im SGK-Vorstand mitzuarbeiten?
Mark: «Ich möchte im Vorstand an der Zukunft der Kartografie mitarbeiten, besonders auch an deren digitalen Verarbeitung. Bei Esri arbeite ich eng mit vielen National Mapping Agencies zusammen. Ich möchte mit meinen Erfahrungen und meinem Netzwerk dazu beitragen, die Werte und Exzellenzstandards der Schweizer Kartografie international zu fördern.»

 

Vorstand
Konstituierung 1969 bis heute, pdf


Dieser Text wurde in der carto news 2/2018 publiziert.